Keine Chance für Brände im Kraftwerk Bieudron
Wichtiger Schritt für die Sicherheit des Kraftwerks: Bieudron wird mit Brandlöschsystemen der neuesten Generation ausgestattet. Eine unerlässliche Modernisierung, um Personal und Anlagen zu schützen.
Im Rahmen der Grossrevision des Kraftwerks Bieudron wurden die Brandlöschsysteme der Generatoren und Gruppentransformatoren ersetzt. Bei diesen Systemen wird ein gasförmiges Löschmittel eingesetzt. Das Gas steht unter Druck in Flaschen, die sich in der Nähe der zu schützenden Räume befinden. Bei einem Brand wird es über ein Leitungssystem zum jeweiligen Raum befördert.
Brände ersticken
Düsen rund um die zu schützende Anlage ermöglichen die Verteilung des Löschmittels. Dadurch lässt sich der Sauerstoffgehalt rasch unter den Schwellenwert bringen, um den Brand durch Ersticken zu löschen und jegliches Wiederaufflammen zu verhindern. Nach der Erneuerung der Löschsysteme der ersten Gruppe führte HYDRO Auslösetests unter realen Bedingungen durch. Dabei wird das gesamte Gas in den 48 Flaschen freigesetzt und die Sauerstoffkonzentration an verschiedenen Stellen des Raumes gemessen.

Die Feuerlöschflaschen sind bereit für ihren Brandeinsatz.
Unerlässlicher Grosstest
Ob der Test erfolgreich verläuft, hängt nicht nur von den Messwerten ab, sondern auch davon, wie lange der Schutz aufrechterhalten wird. Um die atmosphärischen Bedingungen während des Tests zu überwachen, werden auch die Temperatur, die Feuchtigkeit und der Druck gemessen. Der Test hat gezeigt, dass die theoretischen Berechnungen nicht immer der Realität entsprechen. Nur ein Test leistet Gewähr, dass die berechneten Werte erreicht werden. Um die geltenden Vorschriften einzuhalten, können im Anschluss wenn nötig die Parameter angepasst werden.

Die Ausdehnung des Gases in den Flaschen führt zur Vereisung der Leitungen.


Blick auf den Transformatorenraum vor und während der Freisetzung des Gases.
