FR| DE| EN

Neue Struktur für mehr Agilität

100 Tage nach seinem Dienstantritt hat der neue Direktor Matthias Gäumann seine Vision und seine Ziele für HYDRO dargelegt: Vonnöten ist eine agile Struktur mit mehr Nähe zu Partnern und Betriebsgruppen, um künftige Herausforderungen gezielt anzupacken.

Der symbolische 100-Tage-Meilenstein bietet zahlreichen Führungskräften die Möglichkeit, ihre ersten Eindrücke von dem Unternehmen zu schildern, in dem sie nun eine Leitungsfunktion ausüben, Reflexionsprozesse anzustossen und ihr kontinuierliches Engagement zu bekräftigen. Der per 1. August 2025 in den Dienst als Direktor getretene Matthias Gäumann ist in den ersten Monaten vermehrt mit Führungskräften, Mitarbeitenden, Assetmanagern, Partnern und Mitgliedern des Verwaltungsrats zusammengetreten. Dabei wurden Themen vertieft, Meinungen ausgetauscht, Bestandsaufnahmen gemacht, Visionen verglichen und die strategischen Schwerpunkte des Unternehmens erörtert.

Der neue CEO machte nach dieser «Kür» keinen Hehl aus seiner Zufriedenheit: «Das Modell und der Geschäftsgang sind solide, die Teams sehr qualifiziert und besonders tatkräftig, der Reifegrad der Organisation ist bemerkenswert, und ihre Qualitätsprozesse und Sorgfalt sind beeindruckend.» Gleichwohl ist HYDRO aktuell «Opfer ihres Erfolgs» und muss ihre Ressourcen sorgfältig abwägen, um den Erwartungen von Kunden und Partnern gerecht zu werden. Matthias Gäumann möchte dem Unternehmen die Mittel verleihen, in eine neue Dynamik einzutauchen und die Herausforderungen von morgen – d. h. Digitalisierung, Cybersicherheit, vorausschauende Wartung und Kundenakquise – gezielt anzugehen. Aber auch mit Unvorhergesehenem und Krisensituationen soll das Unternehmen umgehen können, etwa aufgrund von Unwettern oder grösseren Schäden, und dabei besser vorbereitet und agiler sein.

Konkret wünscht er sich operative Exzellenz, um in der Schweiz zum führenden Akteur für Betrieb und Instandhaltung von Wasserkraftanlagen zu werden. Zur Umsetzung wurde eine organisatorische Entwicklung ausgearbeitet, die den Teams im November vorgelegt und vom Verwaltungsrat von HYDRO gebilligt wurde. Im Kern umfasst diese fünf Ziele. Ein Überblick:

 

1. Ziel

Stärkung der Weitergabe von Kompetenzen, der Entwicklung von Nachwuchskräften und der Verbreitung der Unternehmenskultur

> Umsetzung: Einrichtung einer vierten Abteilung für die Unternehmensleitung HR & Qualität

Das Humankapital von HYDRO verkörpert gleichzeitig ihre grösste Stärke: mehr als 500 leidenschaftliche und engagierte Mitarbeitende mit umfassendem Fachwissen für Betrieb und Instandhaltung von Wasserkraftanlagen. Diese Stärke kann jedoch nur voll zum Tragen kommen, wenn die Wissensweitergabe gestärkt, die Entwicklung von Nachwuchskräften gefördert und die Unternehmenskultur Tag für Tag gelebt wird. Die Unternehmenswerte – Fluidität , Nachhaltigkeit, Zuhören, Öffnung und Vertrauen – spiegeln sich in der Leistungsqualität, dem Engagement für die Umwelt und den kompromisslosen Sicherheitsanforderungen wider.

Um diese Grundfeste zu untermauern, die Entwicklung zu begleiten und die Zukunft vorzubereiten, wird die Unternehmensleitung eine vierte Abteilung einrichten: HR & Qualität (Qualität, Umwelt, Sicherheit). Ihre Hauptaufgaben werden darin bestehen, Kompetenzen zu entwickeln, die Kultur des Wandels, der Qualität und der Sicherheit zu stärken, die Verbreitung der Werte von HYDRO zu unterstützen und ihr Engagement für die Umwelt zu fördern. 


2. Ziel

Bestehende Partnerschaften festigen und Chancen nutzen, um neue Partnerschaften aufzubauen

> Umsetzung: Neuorientierung der Abteilung «Administration und Finanzen» nach aussen hin und Umbenennung in «Entwicklung und Partnerschaften» – unter Einbezug von Kundenschnittstelle, Vertrieb, Digitalisierung und Entwicklung

Der Wasserkraftsektor entwickelt sich rasant. Mit der zunehmenden Verbreitung anderer erneuerbarer Energien wird die Rolle von Hydroelektrizität bei der Speicherung und Erzeugung von Energie gestärkt und dynamisiert.

Die Heimfälle von Konzessionen verändern die Aktionärsstrukturen, während der Verlust der nationalen oder gar europäischen industriellen Kompetenzen im Wasserkraftsektor die Zahl der Anbieter verringert. Gleichzeitig hebt sich das Wallis durch die Entwicklung industrieller und wissenschaftlicher Kompetenzen von höchstem Niveau in diesem Bereich ab.

Diese Übergänge erfordern Agilität und fördern Innovation – sowohl im Hinblick auf Geschäftsmodelle als auch auf Dienstleistungen und Partnerschaften.

HYDRO möchte diese Chancen nutzen, um ihre Marktstellung zu festigen und neue Synergien zu entwickeln. Hierfür ist es erforderlich, Partnerschaften mit Rahmenkunden zu stärken, Chancen ausserhalb von Rahmenverträgen zu nutzen, Synergien mit Industrie, Wissenschaftlern und Institutionen auszubauen und Innovation zu fördern.

 

3. Ziel

Gewinnbringende Nutzung des Fachwissens der Betriebsgruppen (GEH) und Förderung von Synergien und Querschnittsprojekten

> Umsetzung: Stärkung der Abteilung «Operations und Maintenance» durch einen Lenkungsausschuss, dem drei GEH-Leiter angehören

Die auf zwei Kantone und zwei Sprachregionen verteilten elf Betriebsgruppen (GEH) sind der Grund dafür, dass es HYDRO gibt. Ein beträchtlicher Teil der Mitarbeitenden ist dort beschäftigt. Ihre Kompetenzen und ihr Engagement, um die Verfügbarkeit der Wasserkraftanlagen sicherzustellen, verkörpern die Priorität von HYDRO und ihren Gründungspartnern.

Das Potenzial, das mit dem Wissensaustausch, der Aufwertung von Kompetenzen und den Vertretungen zwischen den GEH verbunden ist, muss voll ausgeschöpft werden. Die bereichsübergreifenden Chancen durch die Einrichtung eines effizienten GMAO (computergestütztes Instandhaltungsmanagement), die Umsetzung der vorausschauenden Wartung und die Auswertung von Daten sind von grundlegender Bedeutung. Diese Initiativen gelingen nur, wenn die Kompetenzen in den Kraftwerken genutzt, die Koordination und die Synergien zwischen den GEH gestärkt und die GEH an die Direktion angenähert werden.

4. Ziel

Engere Verzahnung der Zentralen Werkstätten mit dem Projekt-Engineering und Integration von Cybersicherheit

> Umsetzung: Die ehemalige Abteilung «Technische Dienste und Verkauf», die in «Engineering und Lösungen» umbenannt wurde, wird künftig die Zentralen Werkstätten und die IT umfassen. Ziel ist das integrierte Management von Projekten, Engineering und Inbetriebnahme.

Das Kerngeschäft von HYDRO besteht im Betrieb und der Instandhaltung von Wasserkraftanlagen. Dennoch besteht ihre eigentliche Fähigkeit darin, Ressourcen und Kompetenzen zu bündeln, um ihre Partner über den gesamten Lebenszyklus ihrer Anlagen hinweg zu begleiten – vom Projekt-Engineering über Reparatur und spezielle mechanische Fertigung bis hin zur Inbetriebnahme.

Hinzu kommt, dass Cybersicherheit vor dem Hintergrund der Automatisierung und zunehmenden Fernsteuerung von Anlagen zu einer wesentlichen Herausforderung wird. Die von HYDRO betriebenen Kraftwerke sind für die Schweiz von strategischer Bedeutung. Folglich ist es wesentlich, das Fachwissen der Teams gewinnbringend zu nutzen, um die Partner ab der Projektkonzeption bei der Sicherung ihrer Infrastrukturen zu unterstützen.

Die Zusammenlegung der Zentralen Werkstätten und des Projekt-Engineering in ein und derselben Abteilung soll Synergien verstärken und schlüsselfertige integrierte Lösungen hervorbringen. Der Zusammenschluss der Kompetenzen in den Bereichen IT und Automatisierung (OT) ermöglicht, die mit Cybersicherheit verbundenen Herausforderungen von den ersten Projektphasen bis zum Betrieb zu berücksichtigen.

5. Ziel

Stärkung des Finanz- und des Risikomanagements sowie der Kommunikation und des Marketings

> Umsetzung: Übertragung des Finanzmanagements und die Überwachung von Risiken auf den CEO und engere Verzahnung mit dem Verwaltungsrat. Die Kommunikation und das Marketing näher an den CEO angliedern.

Die solide Governance von HYDRO basiert auf einem gesunden Finanzmanagement, robusten internen Kontrollsystemen und einer rigorosen Überwachung von Risiken.

Um diese Konstellation zu stärken, ist die Einheit Finanzen direkt dem CEO unterstellt, während deren Leiter ebenfalls die Funktion des Risk Manager übernehmen wird. Die Kommunikation und das Marketing sind ebenfalls dem CEO unterstellt, um eine optimale Umsetzung der verschiedenen Massnahmen und Aktivitäten sicherzustellen.

HYDRO Exploitation SA
Rue de l’Industrie 10
CP 315 - CH-1951 Sitten
Kontaktieren Sie uns
HYDRO Exploitation SA
Rue de l’Industrie 10 CP 750 - CH-1951 Sitten +41 (0)27 328 44 11
Senden Sie uns eine E-Mail Kontaktieren Sie uns über das Formular

Einwilligung zur Verwendung von Cookies

Indem Sie Ihren Besuch auf dieser Website fortsetzen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies zur Verbesserung Ihres Nutzererlebnisses und zur Erstellung von Besuchsstatistiken einverstanden.

Über nachstehende Schaltflächen können Sie Ihre Cookie-Einstellungen anpassen.

Alle akzeptieren Alle ablehnen Meine Einstellungen